Entsiegelte Böden ermöglichen Regenwasser, natürlich in den Boden zu versickern. Dies reduziert die Oberflächenabflussrate und mindert so das Risiko von Überschwemmungen. Anstatt Wasser ungehindert in die Kanalisation abzuleiten, kann es in entsiegelten Bereichen versickern und den Grundwasserspiegel auf natürliche Weise auffüllen.
Durch die Entsiegelung können Pflanzen und Grünflächen entstehen, die die Umgebungstemperatur durch Verdunstungskühlung senken. Diese Grünflächen absorbieren zudem Kohlendioxid und andere Luftschadstoffe und tragen zur Verbesserung der Luftqualität und des städtischen Mikroklimas bei.
Entsiegelte Flächen erhöhen die Wasserdurchlässigkeit des Bodens, was die natürliche Grundwasserbildung fördert. Dies hilft, den Grundwasserspiegel stabil zu halten und verhindert langfristig eine Übernutzung der Wasserressourcen.
Entsiegelte Flächen schaffen Lebensräume für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren. Sie bieten Nistplätze, Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten für zahlreiche Arten und fördern so die biologische Vielfalt in urbanen und ländlichen Umgebungen.
Selbstentsiegelung beginnt mit der Entfernung von versiegelnden Materialien wie Asphalt oder Beton. Anschließend kann der Boden aufgelockert und mit nährstoffreicher Erde angereichert werden. Das Anlegen von Grünflächen oder die Aussaat heimischer Pflanzenarten folgen dann.
Schutt und Steine sollten ordnungsgemäß recycelt werden. Suche lokale Entsorgungsstellen oder Recyclinghöfe auf, die Bauschutt annehmen, um diese Materialien umweltgerecht zu entsorgen. Mehr Informationen findest du auf der jeweiligen Seite deiner Kommune.
Vielleicht braucht auch jemand anders deine Steine und du kannst sie verschenken oder verkaufen? Vielleicht kannst du diese auch selbst für einen anderen Zweck wiederverwenden, beispielsweise für den Aufbau einer Trockensteinmauer, bei der du die Fugen bepflanzen kannst?
Die Wahl der richtigen Pflanzen hängt von den Boden- und Klimabedingungen ab. Bevorzugt solltest du heimische und standortgerechte Pflanzenarten, die weniger Pflege benötigen und besser an die Bedingungen angepasst sind, verwenden. Lokale Gärtnereien oder Umweltorganisationen können bei der Auswahl helfen.
Dabei kommt es auf die Art und Größe der versiegelten Fläche an. Asphaltierte oder betonierte Flächen sollten von Fachfirmen mit passendem Werkzeug entsiegelt und entsorgt werden. Auch wenn es sich um eine große Fläche handelt, die entsiegelt werden soll, ist es ratsam sich an einen Fachbetrieb zu wenden.
Ja, es kann rechtliche Anforderungen geben, je nach Umfang und Standort des Projekts. Sollte das Grundstück nicht dein eigenes sein, ist es ratsam, sich vor Beginn bei der zuständigen Baubehörde über mögliche Auflagen zu informieren. Je nach Umfang und Standort des Projekts, kann es rechtliche Anforderungen geben. Diese können Bebauungspläne oder spezielle Bewilligungen betreffen.
Sollte die infrage kommende Fläche über Altlasten wie bspw. Schwermetallen liegen, sollte von einer Entsiegelung abgesehen werden, da diese Altlasten für Mensch und Umwelt Gefahren bergen. Weitere Informationen dazu bekommst du bei der Bodenschutzbehörde deiner Stadt.
Viele Kommunen fördern Entsiegelungsmaßnahmen, indem sie Beratungsleistungen, Zuschüsse oder Unterstützung bei der Planung und Umsetzung anbieten. Insofern deine Kommune teilnimmt, findest du weitere Informationen unter dem obigen Reiter Städte.
Beim Wettbewerb kannst du verschiedene Geldpreise gewinnen. Gewinnen kannst du, indem du eine der drei größten Flächen entsiegelst oder im Voting für die kreativste Umsetzung einen der ersten drei Plätze belegst.
Deine Daten werden ausschließlich zum Zweck des Wettbewerbs genutzt und gespeichert und nicht an Dritte weitergegeben oder zu Verkaufszwecken genutzt.
Über bodenluft@provinzial.de erreichst du uns und kannst all deine Fragen loswerden.
Um am Wettbewerb teilzunehmen, musst du hier deine Daten zur Entsiegelung sowie Bilder der betroffenen Fläche vor und nach der Entsiegelung hochladen.